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Archäologische Organisationen in Europa miteinander verbinden: Das Projekt "Connecting Archaeological Associations in Europe"

Wer macht unter all den bestehenden archäologischen Organisationen eigentlich was? Die European Association of Archaeologists (EAA) und die Deutsche Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte (DGUF) haben begonnen, gemeinsam die Organisationen der Archäologie europaweit zusammenzustellen. Das Projekt startete Mitte März 2019 als Umfrage. Nach einer zur Jahrestagung der EAA 2019 in Bern zu ziehenden Zwischenbilanz sollen die Ergebnisse in eine öffentlich zugängliche Datenbank überführt werden, die von den Vereinen, Gesellschaften und Organisationen – einem Wiki ähnlich – ergänzt und aktualisiert werden kann.

Über ganz Europa hinweg gibt es viele archäologische Organisationen, mit unterschiedlichsten Geschichten, Funktionen, Aufgaben und Zielen. Das wissen wir alle und überlegen daher bei passender Gelegenheit: "Damit müsste doch jemand Erfahrungen haben! Nur: wer?", "Wir brauchen mehr Synergieeffekte" oder "Da müsste man mal die richtigen Institutionen zusammenspannen". Wer hat diese Schlagworte im Kontext von archäologischer Wissenschaft und von Fachpolitik noch nicht gehört? Doch wenn es an die Praxis des Vernetzens geht, klemmt es schon sehr bald, und zwar an ganz banalen praktischen Details: Wer sind für ein konkretes Anliegen die möglichen Partner? Diejenigen, die mitmachen könnten; diejenigen, die ihre Mitglieder schnell und umfassend erreichen würden? Diejenigen, die mit einem Ansatz schon Erfahrungen gesammelt haben und beratend helfen könnten?

Bisher: Die mühsame Suche nach einem Partner
Oft haben Gesellschaften einen klaren regionalen oder auf einen Staat bezogenen Fokus, oder auch einen gut definierten inhaltlichen Schwerpunkt. So manche mögliche Partner "kennt man", aber oft ist es zufälliges, persönliches Wissen. Wer dann versucht, sich systematisch umzusehen und über den Tellerrand zu blicken, stellt sehr schnell fest, dass es an einem Überblick über die Selbstorganisation der Archäologie fehlt. Die beiden wertvollen Studien DISCO ("Discovering the Archaeologists of Europe", 2006-2008; 2014) haben sich mit den Archäologen beschäftigt und zahlreiche Informationen erhoben. Aber über die archäologischen Organisationen gibt es kaum ein systematisches Wissen. Wer für ein laufendes Unterfangen also nicht schnell passende Ansprechpartner in seinem bestehenden Netzwerk findet, macht sich bislang notgedrungen an einen Alleingang.

Künftig: Einen leichten Überblick über archäologische Organisationen verfügbar machen
Dieses Defizit will ein von EAA und DGUF ins Leben gerufene Projekt beheben. Als Start wurde ein Fragebogen aufgesetzt (Belford et al., 2019). Alle für eine archäologische Organisation Verantwortlichen sind seit Mitte März eingeladen, ihre Organisation dort einzutragen, u. a. ihre Kontaktadresse, ihre selbstgesetzten Aufgaben und eine Skizze ihrer Erfolge in jüngster Zeit.

Diese Antworten werden die Grundlage sein für eine erste Übersicht, welche die Initiatoren Paul Belford, Gerry Wait, Diane Scherzler und Frank Siegmund Anfang September auf der Session #95: "Organising Archaeologists – Archaeological Associations of Europe" auf der EAA 2019 in Bern geben werden. Anschließend wird mit Hilfe der EAA versucht werden, diesen wertvollen Datenfundus öffentlich zu machen und dies vor allem nachhaltig. Geplant ist eine öffentliche, wiki-artige Plattform, in der die Gesellschaften die sie betreffenden Informationen selbst nachtragen können und diejenigen, die das Ausfüllen des Fragebogens möglicherweise erst einmal verpasst haben, sich nachträglich eintragen können.

Bitte nehmen Sie teil und helfen Sie, die Plattform aufzubauen
Ziel der Sammlung ist es, ein systematisches Finden von Partnern möglich zu machen und letztlich auch, einen wichtigen Baustein für eine erhöhte Kampagnenfähigkeit der nationalen wie der europäischen Archäologie zu gewinnen. Sich angesprochen Fühlende sind herzlich eingeladen, an dem Projekt mitzuwirken. Den öffentlichen Fragebogen finden Sie dort: https://www.soscisurvey.de/ConAAEu/ Wir freuen uns sehr, wenn Sie darüber hinaus diesen Text und den Link weiterreichen an alle Organisationen, die Sie für relevant halten. Je umfassender die Datensammlung wird, desto wirksamer das Werkzeug, das wir daraus für die Archäologie in Europa gewinnen können.


Stand: April 2019

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