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Beruf Archäologie

Die DGUF ist seit ihrer Gründung 1969 immer wieder eine Plattform für Debatten rund um die Berufsfelder der Archäologie und zu ihrer Weiterentwicklung sowie Stärkung. Diese Aktivitäten hat die DGUF als Fachgesellschaft und als die NGO der deutschen Archäologie teils angestoßen, teils moderiert sowie in ihrer Zeitschrift "Archäologische Informationen" publiziert. Zusätzlich zu den im Folgenden genannten Tätigkeiten tragen auch das Bemühen der DGUF um gute Denkmalschutzgesetze, der langjährige und wiederholt erfolgreiche Kampf gegen Mittelkürzungen, unsere Fragen an die Politik zu ihren Plänen in Sachen Archäologie, unsere Einflussnahme auf die Nominierungen für die Fachkollegien der DFG (die über Forschungsanträge und somit den wiss. Nachwuchs entscheiden) und unser Pochen auf gesellschaftliche Veränderungen, denen sich auch die Archäologie stellen muss, zu einem stabilen, starken Berufs- und Forschungsumfeld "Archäologie" bei.

2019/2020: "Evaluation Beruf Archäologie" (EvaBA)
Die DGUF führte im Sommer 2019 eine umfassende Umfrage unter allen in der Archäologie Deutschland Berufstätigen durch, um die Lage im Berufsfeld genauer beschreiben zu können. Die Umfrage fand mit mehr als 600 Antwortenden eine sehr hohe und qualitätsvolle Resonanz. Die Ergebnisse werden derzeit schrittweise publiziert. [mehr]

2019: DGUF-Monitoring-Report privatwirtschaftliche Archäologie
2019 führte die DGUF eine Umfrage unter allen in Deutschland privatwirtschaftlich tätigen Archäologie-Unternehmen durch, um dieses bislang unerforschte und weiterhin unterschätzte Feld näher fassen zu können. Die Ergebnisse bieten dem Fach erstmals eine nähere Kenntnis dieses großen Berufsfeldes.

  • Siegmund, F. & Scherzler, D. (2019). Die derzeitige Wirtschaftslage in der privatwirtschaftlichen Archäologie Deutschlands – DGUF-Monitoring-Report privatwirtschaftliche Archäologie 2019. Archäologische Informationen, 42, 79-98. [mehr]

2017: Mitwirkung an der Gründung des Berufsverbandes CIfA Deutschland
Mitte 2015 und 2016 wuchs die Unruhe in der deutschen Archäologie, und von verschiedenen Blickwinkeln aus wurden vermehrt Sorgen an den DGUF-Vorstand herangetragen: Neben der staatlichen Archäologie wachse eine privatwirtschaftliche Archäologie, die zwar eine gute Auftragslage verzeichne, aber dennoch u. a. an Instabilität, mangelnden Regeln und einem zu niedrigen Preis- und Lohnniveau leide. Es brauche, so der Konsens, eine Institution in der deutschen Archäologie, die sich ausschließlich um Berufsfragen kümmere und dabei auch Wirkmacht habe. In Folge führte die DGUF im Herbst 2016 eine fachöffentliche Umfrage durch, um zu klären, ob es sich bei diesen Voten um die Stimmen Einzelner handelte, oder ob tatsächlich ein hinreichendes Bedürfnis absehbar wäre, dies z.B. zu einem Tagungsthema zu machen. Die Umfrage fand eine starke Resonanz und gab ein klares Ergebnis: ja, es bedürfe dieser Debatte (Siegmund, 2016). Um möglichst breite Kreise einzubinden, insbes. auch Kollegen, die Tagungen nur selten besuchen (können), fand dann vom März bis Juni 2017 eine "Vortagung" statt, die als Forum im Internet ausgelegt und frei zugänglich war. Ihr Ziel war es, Fakten, konkrete Problemschwerpunkte, Beispiele guter Praxis sowie Ideen zu sammeln und damit auch mögliche Themen und Vorträge für die Tagung zu beleuchten (Schauer, 2018). Die Jahrestagung der DGUF fand dann – bewusst eingebettet in den 9. Deutschen Archäologiekongress – am 4. Juli 2017 in Mainz statt, um dem Thema ein möglichst breites und vielfältiges Spektrum an Vorträgen wie auch Debattenteilnehmern zu gewähren. Am Ende der Tagung stand ein "World Café", mit dem sich auch Teilnehmer, die selbst keinen Vortrag hielten, einbringen und an der Entwicklung von Ideen und Plänen beteiligen konnten. Fast alle Tagungsvorträge wurden gefilmt und können mitsamt den Präsentationsfolien auf YouTube nachvollzogen werden; in den "Archäologischen Informationen" 41, 2018 wurden die Tagungsaufsätze publiziert. Direkt nach Abschluss der DGUF-Tagung bekräftigte der Berufsverband "Chartered Institute for Archaeologists" (CIfA) sein Angebot vom 1. Juni 2017, in Deutschland eine Regionalgruppe aufzubauen und dafür über mehrere Jahre hinweg eine halbe Stelle zu finanzieren sowie weitere Finanzmittel zur Verfügung zu stellen. In Folge wurde im Laufe des Jahres 2018 CIfA Deutschland begründet. Seitdem unterstützt die DGUF ihren Partner CIfA, u. a. bei der Durchführung von Tagungen und Distributionsfragen in Deutschland.

  • Siegmund, F. (2016). Ergebnisse der DGUF-Umfrage "Berufsverband Archäologie" im Herbst 2016. Archäologische Informationen 41 (2018), 21-30 (online publ. 15.12.2016). [mehr]
  • Scherzler, D. & Siegmund, F. (2018). Einführung in die DGUF-Tagung am 4. Juli 2017 in Mainz "Ein Berufsverband für die Archäologie?". Archäologische Informationen 41, 15-20. [mehr]
  • Schauer, M. (2018). Bericht über das Online-Forum "DGUF­Vortagung 2017 – Ein Berufsverband für die Archäologie?", 6. März bis 9. Juni 2017. Archäologische Informationen 41, 31-54. [mehr]
  • Wait, G. & Schauer, M. (2018). Der Gründungsprozess von CIfA Deutschland als Berufsverband – Anlass, Hintergründe und Zukunftsvision. Archäologische Informationen 41, 109-116. [mehr]
  • "DGUF-Jahrestagung 2017: Ein Berufsverband für die Archäologie?" – (DGUF, YouTube-Playlist, 17 Videos) [mehr]

Seit 2017: "Archäologische Quellen" – mehr Wertschätzung für die Grabungsarchäologie
2017 begründeten die DGUF-Vorstände D. Scherzler und F. Siegmund mit den "Quellen" eine neuartige Monografienreihe, die es insbesondere Ausgräbern ermöglicht, ihre Grabungen auch ohne eine ihnen oft nicht mögliche tiefgründige wissenschaftliche Auswertung in einer zeitgemäßen Weise schnell und hochwertig gedruckt wie auch online im Open Access zu publizieren. Damit können sie – anders als im bis anhin üblichen Monografienwesen – ihre Grabungsdokumentationen unter ihrem Namen veröffentlichen und die Früchte ihrer Arbeit frühzeitig Dritten zur weiteren Auswertung zur Verfügung stellen. [mehr]

DGUF-Service-Seiten: Übersicht Jobbörsen und Fachfirmen/Grabungsfirmen
Die DGUF unterhält keine eigene Jobbörse für die Archäologie, führt aber eine Sammelseite, die auf bestehende Jobbörsen hinweist und diese kommentierend einordnet. Somit ist kein Interessierter auf die Zufallstreffer einer Suchmaschine angewiesen oder muss sich durch Börsen arbeiten, die möglicherweise nicht optimal zum eigenen Berufsprofil passen. [mehr]

Die DGUF unterhält keine eigene Übersicht über Fachfirmen und Grabungsfirmen in Deutschland, führt aber eine Sammelseite, die auf bestehende Übersichten/Listen verweist und diese einordnet und kommentiert. [mehr]

1994, 1998, 2007: Umfragen zur Beschäftigungslage in der Archäologie
Aus Debatten um die Reform archäologischer Studiengänge und deren Inhalte heraus entsprang das Bedürfnis, die Beschäftigungslage und den weiteren beruflichen Werdegang der Absolventen besser zu kennen. Eine erste Befragung führte der damalige WSVA-Vorsitzende Prof. H. Ament durch und publizierte sie 1994 in den Archäologischen Informationen. Es folgten 1998 eine Umfrage des damaligen stellv. DGUF-Vorsitzenden M. Schmaedecke und 2007 eine Befragung von St. Samida und M.K.H. Eggert, jeweils unter den DGUF-Mitgliedern. An den Umfragen, die alle im Open Access frei zugänglich sind, lässt sich vergleichend u.a. ablesen, dass der Anteil der in der privatwirtschaftlichen Archäologie Berufstätigen in diesen Jahren von 6 über 10 zu 20 Prozent stieg. Schon 1994 mahnte H. Ament die Ausbildungseinrichtungen, die praktische Archäologie ob ihrer hohen Bedeutung stärker ins Blickfeld zu nehmen.

  • Ament, H. (1994). Ergebnisse einer Umfrage zur Beschäftigungslage von Absolventen des Studiums der Ur- bzw. Vor- und Frühgeschichte sowie verwandter Fächer. Archäologische Informationen 17(1), 119-121. [mehr]
  • Schmaedecke, M. (1998). Umfrage zur Berufssituation der im Fach Archäologie tätigen Mitglieder mit abgeschlossenem Fachstudium. Archäologische Informationen 21(2), 335-341. [mehr]
  • Samida, St. & Eggert, M. K. H. (2007). Archäologie als Beruf: Eine Befragung unter Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte. Archäologische Informationen 30(2), 39-52. [mehr]

1998: DGUF-Jahrestagung in Stralsund: "Kommerzielle Archäologie"
Einzelne Grabungsfirmen hatte es z.B. in Nordrhein-Westfalen bereits in den 1970er und -80er Jahren gegeben, wo es jedoch um 1987 zu einem zeitweisen Abriss kam. Erst in Folge der Wende im Jahr 1989 entstanden Anfang der 1990er Jahre, zunächst in den neuen Bundesländern, Denkmalschutzgesetze, die das stärkere Aufkommen von Grabungsfirmen beförderten. Doch deren soziale Akzeptanz im Fach war vielerorts gering, eine Berufstätigkeit in der Firmenarchäologie galt als minderwertig. 1998 veranstaltete die DGUF ihre Jahrestagung "Kommerzielle Archäologie", bei der die verschiedenen Standpunkte erstmals zu einer offenen, bundesweiten Debatte der Kontroversen aufeinandertrafen. Der heute noch lesenswerte Tagungsbericht zeugt vom harten Aufeinanderprallen der Meinungen (vgl. Cziesla 2019, 6-7), doch Tagung und Publikation eröffneten einen Dialog, der in den Folgejahren ein erhebliches Mehr an gegenseitigem Verständnis und Kooperation beförderte.

  • Tagungspublikation: Archäologische Informationen 21(2), 1998 [mehr]
  • Cziesla, E. (2019). Archäologie auf der Ortsumfahrung Passow (Lkr. Uckermark, Bundesland Brandenburg). (Archäologische Quellen, 3). Kerpen-Loogh: DGUF-Verlag. – hier: "Vorbemerkungen", 3-15. [mehr]

Urgeschichte, Vorgeschichte und andere Archäologien: Eine Begriffsklärung
Das Fach, um das es der DGUF geht, wird mit unterschiedlichen Begriffen bezeichnet.
Hinter dem bekannten, scheinbar einfachen Begriff "Archäologie" verbergen sich viele unterschiedliche Archäologien. mehr

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