Prestige und Prestigegüter spielen für soziale Prozesse neolithischer Gesellschaften eine entschiedende Rolle. Dies wird - nach einer soziologischen und kulturanthropologischen Definition der Begriffe - an den verschiedenen Beispielen in diesem Band deutlich: Vom Akeramikum der Levante, Çatal Hüyük in Anatolien und linerabandkeramischen Spondylusschmuck führen die Untersuchungen bis zu den nichtmegalithischen Landhügeln Dänemarks und der Schnurkeramik des Mittelelbe-Saalegebietes. Immer zeigt sich, daß aus den prähistorsichen Quellen "Prestige" bestimmter Personengruppen rekonstruierbar ist, ohne direkt "Prestigegüter" im archäologischen Material zu fordern. Neolithische Gesellschaften wirken in einem Spannungsfeld zwischen informeller Prestigeakkumulation und reglementierender Statusbildung. Hierarchien sind die Basis erster Stratifikation: Sozialstrukturen des Neolithikums werden erkennbar.
133 Seiten mit 56 Abbildungen
und 16 Tabellen. ISBN 3-86097-140-9.
HOLOS, Bonn 1996.
Preis: 28,60 EURO*; für DGUF-Mitglieder: 19,60 EURO*
* Preise zzgl. Porto und Verpackung