Archäologische Berichte 13, Bonn 2000


Jasper von Richthofen

Fibelgebrauch - gebrauchte Fibeln.
Studien zu Fibeln der Römischen Kaiserzeit

An Fibeln aus nord- und ostdeutschen Grabfunden der älteren Römischen Kaiserzeit sind häufig Gebrauchsspuren erkennbar. Sie sind nach Materialabtrag, Deformation und Reparatur zu unterscheiden. Eine Autopsie gestattet Einglicke in Kleidungs- und Trachtsitten während der ersten beiden nachchristlichen Jahrhunderte. Ferner erschließen sich grundlegende Erkenntnisse zur Chronologisierung ur- und frühgeschichtlicher Grabfunde.
Die Lage von Abriebstellen an den Fibeln weist mit Hilfe von bildlichen Darstellungen und Körpergrabbefunden auf Funktion und Tragweise der Fibeln hin. An der Intensität des Materialabtrags ist vor dem Hintergrund anthropologischer Analysen der in den Gräbern gefundenen Knochenreste die Umlaufzeit der Fundstücke erkennbar. Anhand von Zusammenfunden mehrerer Fibeln lassen sich Produktions- und Niederlegungszeiten bestimmter Formen herausstellen. Es ergeben sich daraus erhebliche Konsequenzen für die anerkannte absolute Zeitstellung der älterkaiserzeitlichen Funde.

150 Seiten mit 170 Abbildungen, 4 Tafeln und 4 Beilagen. ISBN 3-7749-3010-4.
In Kommission bei Dr. Rudolf Habelt GmbH. Bonn 2000.

Preis: 30,70 EURO*, für DGUF-Mitglieder 21,- EURO*. 
* Preise zzgl. Porto und Verpackung

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