Der DGUF Arbeitskreis Archäologie
im Schulbuch" hat sich 1997 formiert und befaßt sich
mit dem Thema Die Darstellung der Ur- und Frühgeschichte im Schulbuch"
(vgl. KEMPCKE-RICHTER & NÜBLING 1998). Nachdem sich ein Kreis von Aktivisten
herausgeschält hat und erste Aufgabenfelder genauer umrissen wurden, möchte
der AK die Mitglieder der DGUF über seine Aktivitäten unterrichten
und zugleich die Gelegenheit nutzen, um weitere MitarbeiterInnen zu werben.
Eines der Ziele des Arbeitskreises ist die Formulierung
eines Leitfadens für Autoren von Schulbüchern, der - nach Bundesländern
geordnet - die aktuell wichtigsten Literaturquellen zu verschiedenen Themengebieten
enthält.
Dieser Leitfaden wird den Schulbuchverlagen zur Verfügung gestellt werden.
Denn nach gründlicher Prüfung vieler Schulbücher erscheint uns
die häufige Verwendung veralteter und auch unseriöser
Quellen als eine der Hauptursachen für Probleme, die wir aus wissenschaftlicher
Sicht mit den Inhalten der Schulbücher haben. Diese
Literaturlisten werden derzeit in einer ersten Fassung abgeschlossen; die jeweiligen
Autoren haben sich zugleich bereit erklärt, als Ansprechpartner für
spezielle Anfragen von Seiten der Schulbuchautoren zur Verfügung zu stehen.
Darüber hinaus wird sich der AK um die Aufnahme der Listen in den Verteiler
des Amtsblattes der Kultusministerien bemühen; zudem kann der Leitfaden
auch Museen zugänglich gemacht werden.
Ein weiteres Ziel des Arbeitskreises besteht auf lange Sicht in der geplanten
Zusammenarbeit mit den Kultusministerien, um die in den entsprechenden Zulassungslisten
verzeichneten Schulbücher zu untersuchen und gegebenenfalls Anregungen
zur Verbesserung der Inhalte zu geben.
Miriam Sénécheau (Universität Freiburg, Dissertationsvorhaben über Ur- und Frühgeschichte in Medien für den Geschichtsunterricht) und Christina Kempcke-Richter besuchten die Bildungsmesse 2002 in Köln. Zurück blieb ein grundsätzlich positiver Eindruck: Allgemein läßt sich eine deutliche Qualitätssteigerung bei den Neuerscheinungen feststellen, insbesondere eine sorgfältigere Recherche, verstärkte Beratertätigkeit von Facharchäologen in den Autorenteams, eine detailliertere Darstellung des Berufsbildes des Archäologen sowie eine verbesserte Auswahl des Bildmaterials. Auch die Mitarbeiter der auf der Messe vertretenen Schulbuchverlage zeigten sich an der Arbeit des AKs sehr interessiert und haben uns gerne Probeexemplare ihrer neuen Schulbücher kostenlos zur Verfügung gestellt. Miriam Sénécheau gewann den Eindruck, daß in den Büchern für den Unterricht an Gymnasien das Thema Archäologie deutlich sorgfältiger recherchiert wurde als in den Büchern für Real- und Hauptschulen.
Die Mitglieder der AG danken Frau Hettmann und Herrn Degenkolb sehr herzlich für ihr Engagement.
Zusammen mit den Mitarbeitern des Arbeitskreises wird Chr. Kempcke-Richter
die Arbeit an dem geplanten Auftritt im InterNet forcieren. Ziel der Seiten
ist es, ein Kontakt- und Diskussionsforum zu schaffen, welches die zusammenarbeit
von Schulbuchautoren, Lehrern und Archäologen fördern soll.
Für Fragen und Informationen stehen wir gerne
zur Verfügung!
Literatur
KEMPCKE-RICHTER, Chr. & V. NÜBLING (1998)
Ur- und Frühgeschichte im Schulbuch I, Archäologische Informationen
21, 1998, 327.
Christina Kempcke-Richter M.A.
kempcke-richter@palaeopasta.de
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Christina Kempcke-Richter, Archäologische Informationen 25, 2002, 135.