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Harm Paulsen

Träger des Deutschen Archäologiepreises 2011

Dr. Rainer Fromm, Michael Strompen und Kristian Lüders:
Träger des ersten Sonderpreises zum Deutschen Archäologiepreis

Die Deutsche Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte (DGUF) hat am 3. Oktober den Deutschen Archäologiepreis 2011 und aus aktuellem Anlass zusätzlich einen Sonderpreis zum Deutschen Archäologiepreis verliehen. In diesem Jahr wurden Personen und Persönlichkeiten ausgezeichnet, die selbst keine wissenschaftlichen Wurzeln im Fach haben, sich jedoch im besonderen Maße um die Vermittlung archäologischer Themen an die Öffentlichkeit verdient gemacht haben, die auch zu den Schwerpunkten der Arbeit der DGUF zählen. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen und aus Anlass des 7. Deutschen Archäologiekongresses.

H. Paulsen

Deutscher Archäologiepreis 2011 für Harm Paulsen
Mit dem Deutschen Archäologiepreis wurde Harm Paulsen ausgezeichnet. Er hat sich als Museumstechniker und Experimentalarchäologe über Jahrzehnte hinweg mit großem Erfolg für die lebensnahe praktische Vermittlung der Steinzeitkulturen im Archäologischen Landesmuseum Schleswig engagiert. Dazu hat er nicht nur steinzeitliche Werkzeuge nachgebildet und aufgezeigt, wie die Technik der Steinbearbeitung funktioniert. Vielmehr hat er auf diesem Weg auch im Experiment entscheidend dazu beigetragen, den Gebrauch der Werkzeuge zu klären und ggf. Irrtümer der theo­retischen Wissenschaft aufzuzeigen.

Nach Auffassung der DGUF hat Harm Paulsen mit seiner intensiven Beschäftigung wesentlich dazu beigetragen, unsere Kenntnis über die Steinzeiten weiter zu entwickeln und dem zu seinen Anfängen vor mehr als 30 Jahren neuen Feld der experimentellen Archäologie überzeugend den Weg geebnet. Dabei hat er einer breiteren Öffentlichkeit die steinzeitlichen Epochen der Menschheitsgeschichte erst erfahrbar gemacht.

Der Deutsche Archäologiepreis ist mit 2.500 Euro dotiert. Die Auszeichnung geht auf eine Befragung der DGUF-Mitglieder zurück.

Sonderpreis des Deutschen Archäologiepreises für Rainer Fromm, Michael Strompen und Kristian Lüders
Für ihre Filmdokumentation "Blutige Schätze. Der Antikenhandel und der Terror" (Erstsendung im ZDF, 24. Februar 2011) wurde mit einem Sonderpreis das Autorenteam Dr. Rainer Fromm, Michael Strompen und Kristian Lüders des Zweiten Deutschen Fernsehens ausgezeichnet. Die Autoren haben gleichsam hautnah über ein Jahr lang den dunklen Wegen des Antikenhandels nachgeforscht und das damit verbundene Problem der Raubgrabungen aufgezeigt. Für weite Teile der Öffentlichkeit neu war dabei auch die Erkenntnis, dass dahinter nicht nur kriminelle, mafiaartige Strukturen stehen, sondern dass auch Terror-Organisationen wie die Taliban in Afghanistan zu den Profiteuren gehören.

C. Möller, M. Müller-Karpe, R. Fromm (v.l.)

Nach Auffassung von Vorstand und Beirat der DGUF haben die Autoren des ZDF mit ihrer Dokumentation entscheidend dazu beigetragen, ein in der gesellschaftlichen und politischen Debatte stark vernachlässigtes Thema in den Vordergrund zu rücken. Es ist aus Sicht der DGUF besonders wichtig, dass auf das zentrale Problem des fehlenden Herkunftsnachweises für Antiken aufmerksam gemacht wird. Erst damit wird dem Kulturgüterraub Tür und Tor geöffnet. Über die Zusammenhänge und weitreichenden Konsequenzen klärt der Film "Blutige Schätze. Der Antikenhandel und der Terror" des ZDF eindrucksvoll auf.

Die Auszeichnung mit dem Sonderpreis des Deutschen Archäologiepreises der DGUF ist nicht dotiert. Sie erfolgt nach Beschluss von Vorstand und Beirat der DGUF.

Urgeschichte, Vorgeschichte und andere Archäologien: Eine Begriffsklärung
Das Fach, um das es der DGUF geht, wird mit unterschiedlichen Begriffen bezeichnet.
Hinter dem bekannten, scheinbar einfachen Begriff "Archäologie" verbergen sich viele unterschiedliche Archäologien. mehr

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